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Keitas Flucht aus dem Senegal

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Keita kommt aus dem Senegal und ist seit 2013 in Deutschland. Als ältester von acht Geschwistern muß er schon in jungen Jahren seinem Vater auf dem Feld helfen und Verantwortung übernehmen.

Meine Kindheit war nicht sehr schön.

Obwohl der Senegal seit 1960 unabhängig ist, sieht sich das Land noch immer mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert. Viele junge Senegalesen haben zwar studiert, finden aber keine Arbeit im Land. Das spielt radikalen Gruppierungen wie Boko Haram oder dem Islamischen Staat in die Hände. Zunehmend rekrutieren sie die perspektivlosen Jugendlichen, bieten ihnen viel Geld und Zugehörigkeit.

Die Regeln bestimmen die Europäer.

Da die afrikanischen Staaten in bilateralen Verhandlungen die schwächere Position einnehmen, profitieren vor allem europäische Länder von Handelsabkommen mit dem Staat im Westen Afrikas. Als Folge kaufen sie Land oder fischen die Fischgründe vor Senegals Küsten leer und entziehen der heimischen Bevölkerung die Lebensgrundlage.

Auch die ehemalige französische Kolonialmacht kontrolliert den Senegal mit dem sogenannten CFA-Franc, der Währung des Landes, und hält ihn so in der Abhängigkeit. Zudem verkauft die korrupte Regierung des Landes essentielle Versorgungsleistungen an ausländische Investoren und bereichert sich daran.

Die Regierung privatisiert Dinge, die wichtig sind, wie die Wasserversorgung.

Als Keitas Vater an Malaria stirbt, entschließt er sich, das Land zu verlassen und eine bessere Zukunft für sich und seine Geschwister zu schaffen. Mittlerweile konnte er so einigen von ihnen den Schulbesuch ermöglichen.

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