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Die Folgen des Klimawandels verschärfen Armut und Hunger

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Folgen von Klimawandel und falscher Bodenbearbeitung: Trockenheit reduziert die Ernteerträge  Bild: © Hoxuanhuong [All rights reserved]  - Dreamstime.com

Bild: © Hoxuanhuong [All rights reserved] - Dreamstime.com

Die Folgen des Klimawandels verschärfen Armut und Hunger

Der gegenwärtige Klimawandel in Asien und Afrika ist bewiesen. Die Temperaturen steigen  auf dem gesamten Kontinent und die Niederschlagsmuster verändern sich. Diese Trends, infolge des von Menschen verursachten Klimawandels, nehmen weiter zu. Die Klimafolgen verschärfen ihrerseits Armut und behindern Entwicklung. 1) WFP: Climate impacts on food security and livelihoods in Asia; Link nicht mehr abrufbar – 11.05.2018

Der Klimawandel resultiert aus einer erhöhten Konzentration von Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Lachgas und Methan, verbunden mit Wirtschaftstätigkeiten, einschließlich Energie, Industrie, Transport und Landnutzung. Reiche Länder emittieren die Mehrheit dieser Gase, während arme Länder anfälliger für die negativen Effekte sind. Aufgrund ihrer geographischen Lage, größeren Wetterschwankungen, der starken Abhängigkeit von der Landwirtschaft und natürlichen Ressourcen sind Entwicklungsländer stärker verwundbar und nicht in der Lage, sich an das ändernde Klima anzupassen. 2) International Food Policy Research Institute: Reducing Poverty and Hunger in Asia; Stand vom 29.05.2017 In armen Ländern, die wirtschaftlich stark auf die Landwirtschaft angewiesen sind, sind die Verluste besonders gravierend. Ernteausfälle und sinkende Erträge führen zu wachsender Armut und Nahrungsunsicherheit. 3) Klimawandel-bekämpfen: Naturkatastrophen und Nahrungsunsicherheit; nicht mehr verfügbar Die jüngsten Beweise deuten darauf hin, dass klimabedingte Ernten und Viehausfall mit Klimaextremen und der darauffolgenden, negativen Wirkung auf die Ernährung in Relation stehen. 4) WFP: Climate impacts on food security and livelihoods in Asia; Link nicht mehr abrufbar – 11.05.2018  Bis 2050 wird die landwirtschaftliche Produktivität in Entwicklungsländern im Schnitt um zehn Prozent zurückgehen. Gleichzeitig steigt der Nahrungsmittelbedarf mit der Zunahme der Weltbevölkerung. Bis zum Jahr 2050 müsste die Nahrungsmittelproduktion in Entwicklungsländern gegenüber dem Niveau von 2009 um 100 Prozent zunehmen, um den Bedarf der künftigen Bevölkerung decken zu können. 5) Klimawandel-bekämpfen: Naturkatastrophen und Nahrungsunsicherheit; nicht mehr verfügbar

Die Auswirkungen des Klimawandels treiben weltweit Millionen Menschen in die Flucht. Eine einzige Katastrophe, z.B. eine Überschwemmung, Dürre oder ein Sturm, bedroht Existenzen und kann die Lebensgrundlagen zerstören. Die meisten Naturkatastrophen ereignen sich in Südasien. Die Umsiedlung ganzer Bevölkerungsgruppen ist somit unumgänglich, da Gebiete dauerhaft unbewohnbar werden. Das ganze Ausmaß des Klimawandels bekommen vor allem die Armen zu spüren, die am stärksten verwundbar und den Folgen der globalen Erwärmung schutzlos ausgeliefert sind. Für viele ist die Flucht der einzige Ausweg. Die Verwundbarkeit eines Landes hängt auch von der sozialen und wirtschaftlichen Lage ab. Armut erhöht die Auswirkungen der Katastrophe massiv, da für eine Anpassung an die Klimafolgen die finanziellen Mittel fehlen. Unzureichende Frühwarnsysteme und Schutzmaßnahmen, schlechte soziale und medizinische Bedingungen sowie politische Instabilität erschweren die Anpassungsfähigkeiten. 6) Klimaflucht: Klimawandel und Flucht; nicht mehr verfügbar

Eine der stärksten Auswirkungen des Klimawandels ist der potenzielle Anstieg der Ernährungsunsicherheit aufgrund von Änderungen in der Ergiebigkeit der landwirtschaftlichen Nutzfläche, jahreszeitlichen Schwankungen und höherem Katastrophenrisiko. Die ländliche Lebensgrundlage ist sehr klimaempfindlich. Viele Haushalte sind abhängig vom Regenfall und der Subsistenzwirtschaft.  Aufgrund dessen können Klimawandelextreme verheerende Auswirkungen auf die Nahrungssicherheit und Existenzgrundlage haben.  Starke Taifune, Überschwemmungen und Dürren werden in einigen Gebieten erwartet  und stellen das Ergebnis von wechselnden klimatischen Bedingungen dar. 7) WFP: Climate impacts on food security and livelihoods in Asia; Link nicht mehr abrufbar – 11.05.2018 

Zudem stellt der Klimawandel einen Multiplikator des Hungerrisikos dar und hat einen starken Einfluss auf die Ernährungssicherheit. Da erhöhte Temperaturen auf die Landwirtschaft einwirken, kann es zu Ernteausfällen kommen. Auch führen variable Wetterbedingungen und klimatische Ereignisse zu knappen Nahrungsmittel und somit zu einer Erhöhung der Lebensmittelpreise. Dies führt zu negativen Auswirkungen auf die Existenzgrundlage. Je größer der Ernteausfall in einer Region, desto mehr Nahrungsmittel müssen von weit her transportiert oder aus anderen Ländern importiert werden. Auch das erhöht den Preis. Diese Nahrungsmittel sind meist zu teuer und die Menschen können sie sich nicht leisten. Somit könnte die Möglichkeit der Haushalte, an Nahrung zu gelangen stark beeinträchtigt werden – sie hungern. Aufgrund von nicht ausreichenden Anpassungsbemühungen wird dieser Trend voraussichtlich andauern. 8) WFP: Climate impacts on food security and livelihoods in Asia; Link nicht mehr abrufbar – 11.05.2018 

Die Abweichungen aufgrund des Klimawandels zu antizipieren und sich ihnen anzupassen, ist nötig, um die Nahrungssicherheit zu gewährleisten. Nicht alleine die Klimatrends beeinträchtigen die Ernährungssicherheit. Die sozioökonomische Entwicklung und die Anpassungsfähigkeit der Population bestimmen letztendlich die Auswirkungen des Klimawandels. Während die Gesellschaft sich entwickelt und verändert,  ist es unabdingbar, dass sie auch ihre Kapazitäten den klimarelevanten Risiken anpassen. 9) WFP: Climate impacts on food security and livelihoods in Asia; Link nicht mehr abrufbar – 11.05.2018

Um die Auswirkungen des Klimawandels und damit auch von Klimaflucht abzumildern, ist die Begrenzung der globalen Erwärmung durch eine Reduktion der Treibhausgase unerlässlich. Hier sind die großen CO2-Emittenten gefragt, zu handeln. Die entwickelten Länder des globalen Nordens und zunehmend auch Schwellenländer sind für den Großteil der globalen Emissionen verantwortlich. Die Konsequenzen tragen hauptsächlich die armen Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern, deren Beitrag zum Klimawandel verschwindend gering ist. 10) Klimaflucht: Klimawandel und Flucht; nicht mehr verfügbar

Niemand kann sich den Folgen des Klimawandels entziehen. Das Finden von Lösungen für den Schutz der unter dem Klimawandel leidenden Menschen ist somit notwendig. Alle Staaten sind gefordert, sich für den Schutz der Betroffenen einzusetzen und auf politische wie institutionelle Lösungen hinzuwirken. Anpassungsstrategien in besonders verwundbaren Ländern müssen finanziell und technologisch unterstützt werden. Außerdem sollten Entwicklungsprogramme zur Armutsbekämpfung gefördert werden. Schließlich ist ein verbindliches Abkommen, das die Verringerung der Emissionen und verpflichtende Klimaschutzziele festlegt, dringend von Nöten. 11) Klimaflucht: Klimawandel und Flucht; nicht mehr verfügbar

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Studentin der Wirtschaftswissenschaften. Ambitioniert und engagiert. Große Optimistin die Welt verbessern zu können. Bei Earthlink möchte ich Informationen zu entwicklungspolitischen Themen verbreiten, die sonst eher vernachlässigt werden.

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