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Abholzung der Regenwälder beschleunigt den Klimawandel – Norwegen will „abholzungsfrei“ werden

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  Bild: ©  NASA's Earth Observatory [CC BY 2.0]  - Flickr

Bild: © NASA's Earth Observatory [CC BY 2.0] - Flickr

Abholzung der Regenwälder beschleunigt den Klimawandel – Norwegen will „abholzungsfrei“ werden

Innerhalb eines Jahres wurden in Brasilien etwa 8000 Quadratkilometer Wald gerodet. Die Hauptgründe sind Landwirtschaft und Infrastrukturprojekte. Dabei sind die Wälder nicht nur in Brasilien sondern weltweit entscheidend für unser Ökosystem. Derzeit nimmt allein der Amazonasregenwald bis zu einem Viertel der weltweit an Land absorbierten CO₂-Emissionen  auf. Die größtenteils illegalen Rodungen heizen den Klimawandel förmlich an. Wird dieser Prozess nicht aufgehalten, wird vielen Menschen durch Dürren die Lebensgrundlage genommen und Hungersnöte sind unausweichlich. 1) Süddeutsche Zeitung: Massive Regenwaldabholzungen in Brasilien; Artikel vom 1.12.16

Da der Amazonas Regenwald als mitentscheidend im Kampf gegen die Erderwärmung gilt, haben deutsche und brasilianische Forscher mitten im Urwald nun den höchsten Klima-Messturm der Welt errichtet. Das Amazon Tall Tower Observatory (Atto) soll mit seinen Daten helfen, richtige Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel zu ergreifen. Denn klar ist, dass der Regenwald das Klima der Erde stabilisiert. Für das Weltklima gilt die Amazonasregion als entscheidendes Kipp-Element – es ist auch hier schon weitaus trockener als früher. Die Messgeräte sollen Daten zum Wandel der Prozesse im Regenwald und zur Kohlendioxid-Konzentration in der Luft sammeln.

Durch die Brandrodungen im Regenwald steigt unter anderem die Konzentration der Rußpartikel deutlich, diese schwarzen Teilchen legen sich dann auf den Gletschern ab, die Sonne wird nicht mehr so stark reflektiert und das Schmelzen der Gletscher nimmt zu. 2) Märkische Allgemeine: Atto ist der höchste Turm im Regenwald; Artikel vom 26.11.16 Es wird deutlich, wie sich das Ökosystem Regenwald auf unsere gesamte Erde auswirken kann.

Deshalb hat sich Norwegen als Vorreiter in Sachen Naturschutz nun dazu entschieden, abholzungfrei zu werden. Dazu will das Land bei öffentlichen Aufträgen in Zukunft den Schutz des Regenwaldes garantieren. Damit würde es das erste Land weltweit, dass sich in dieser Weise verpflichtet. Aufträge werden folglich nur noch dann erteilt, wenn die Produkte sowie die gesamte Lieferkette nicht zur Abholzung des Regenwalds beitragen. 3) Geo: Vorstoß zum Schutz des Regenwaldes; So will Norwegen „abholzungsfrei“ werden; Stand vom 14.12.16 Außerdem unterstützt Norwegen Initiativen gegen die Regenwaldabholzung in Brasilien, Indonesien und in der Demokratischen Republik Kongo.

In sieben Ländern war die Herstellung von Palmöl, Soja, Rindfleisch, Papier und tropischem Holz zwischen 2000 und 2011 für etwa 40 Prozent der Regenwaldzerstörung verantwortlich. Das besagt eine neue Studie aus der Fachzeitschrift „Environmental Research Letters“ aus dem letzten Jahr. Diese entsprechenden Güter dürfen also nur eingeführt werden, wenn sie aus nachhaltigen Produktionen stammen. Die  norwegische Stiftung zum Schutz des Regenwaldes sieht in dem politischen Vorstoß einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Abholzung. Nils Hermann Ranum, Sprecher der Stiftung fordert, dass nun auch Deutschland und Großbritannien nachziehen. Grundlage dafür ist eine gemeinsame Erklärung der drei Länder vom UN-Klimagipfel im Jahr 2014 in New York. Darin war die Absicht formuliert worden, bei Ressourcen und internationalen Aufträgen auf Nachhaltigkeit zu setzten. Noch sind allerdings keine ähnlichen Schritte von Deutschland und Großbritannien zu erwarten. 4) Huffington Post: Schluss mit Abholzung: So will Norwegen den Regenwald schützen; Aktualisiert am 30.5.2016

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Fußnoten und Quellen:   [ + ]

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Ich bin Zoë und habe dieses Jahr die Schule mit dem Abitur beendet. Vor meinem Studium möchte ich mich hier sozial engagieren und mehr über entwicklungspolitische Hintergründe erfahren. Als Bundesfreiwillige freue ich mich earthlink für 6 Monate begleiten zu dürfen!

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