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Westliche Konzerne rauben Rohstoffe und Ressourcen afrikanischer Länder

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Mining in Kailo  Bild: ©  Julien Harneis [CC BY-SA 2.0]  - flickr

Bild: © Julien Harneis [CC BY-SA 2.0] - flickr

Westliche Konzerne rauben Rohstoffe und Ressourcen afrikanischer Länder

Afrika ist reich an natürlichen Ressourcen und Rohstoffen, welche für viele afrikanische Länder die essentielle Grundlage für ihre Ökonomie darstellen. Die Weltwirtschaft interessiert sich sehr für die Rohstoffe, insbesondere Erdöl, Gold, Diamanten und weitere Mineralien. Die meisten Industriestaaten haben kaum Rohstoffvorkommnisse, weswegen sie auf den Import angewiesen sind. Es lagern rund 20 Prozent des weltweiten Urans, über neun Prozent des weltweiten Erdgases und sechs Prozent der globalen Kohlereserven auf dem afrikanischen Kontinent. 1) blackandwhiteschulnetz: Bodenschätze und Rohstoffe in Afrika – Ein allgemeiner Überblick; Stand vom 30.09.16 Trotzdem zählt Afrika zu den ärmsten Regionen der Welt und das unter anderem wegen des Raubbaus der Industriestaaten.

Von 2009 bis 2014 erzielten die vier größten Rohstoffhändler Vitol, Glenorce, Cargill und Trafigura einen Profit von rund 816 Milliarden Dollar. Der wichtigste Dreh- und Angelpunkt für Rohstoffhandel in Europa ist die Schweiz. Mehr als 500 Handelshäuser haben aufgrund niedriger Steuern und schwacher staatlicher Kontrollen hier ihren Hauptsitz. Während die europäischen Länder milliardenhohe Erträge erzielen, versinken die Menschen der Förderländer weiterhin in Armut und kämpfen mit Menschenrechtsverletzungen, Korruption und Umweltschäden.

Immer mehr britische Konzerne wollen am afrikanischen Rohstoffmarkt Überhand gewinnen und beuten die Einheimischen aus. Diese Menschen sind daraufhin oft gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und müssen fliehen – nach Europa, wo sie vor allem von Großbritannien nur selten aufgenommen werden. 2) Netzfrauen: Die Welt will von Afrika vor allem Rohstoffe – „Neue koloniale Invasion“; Artikel vom 22.09.16

Die Flüchtlingskrise hat Europa in vielerlei Hinsicht gespalten. Großbritannien hat weitgehend versucht,  sich aus dieser Krise herauszuhalten. Bedingt durch die geografische Lage sowie die strengen Einreisebedingungen hat das Land nur einen kleinen Teil der Flüchtlinge aufgenommen: 1960 Asylanträge im April 2015, das sind 3 Asylanträge pro 100.000 Einwohner. Zusätzlich hat Großbritannien bereits die Rücktrittsklausel der EU-Asylpolitik angewandt und trägt daher nicht mehr zur Flüchtlingsverteilung bei. 3) Stern: Wo Flüchtlinge hinwollen – und wo sie tatsächlich sind; Artikel vom 19.09.15 4) Treffpunkteuropa.de: Flüchtlingsverteilung in Deutschland: Ein gescheitertes Projekt?; Artikel vom 29.09.16

Laut Studien verliert der afrikanische Kontinent jährlich  rund 45 Milliarden Pfund an die westliche reiche Welt. Eine Untersuchung der Anteile der großen Unternehmen Großbritanniens ergab, dass 36 der 101 britischen Unternehmen die Mineralien in der Subsahara kontrollieren – in einem Gebiet, welches größer ist als Deutschland. 5) The Essential Daily Briefing: British companies leading new ‘£800bn scramble for Africa’ to control raw materials; Artikel vom 11.07.16

Aber nicht nur Europa fügt dem Schwarzen Kontinent viel Leid zu – auch China. Das Land ist der größte Käufer von illegal geschlagenem Holz aus Zentralafrika. Im Kongo werden bis zu 90 Prozent der Bäume ohne Genehmigung gefällt. Die afrikanischen Länder sind von diesen Exporten jedoch so abhängig, dass China die Bedingungen festlegen kann und in den Raubbau mit staatlichen Unternehmen integriert ist.
Einige europäische Firmen kaufen das Tropenholz in China und verstoßen so nicht gegen die in der EU geltenden Gesetze. 6) GEO.de: Afrika, Raubbau auf Umwegen; Stand vom 30.09.16

Afrika leidet unter den Konzernen, die in seine Länder einfallen und der Bevölkerung Lebens- und Arbeitsraum wegnehmen. Die Situation der Einheimischen muss verbessert werden, jedoch ist bislang noch keine Änderung in Sicht.

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Fußnoten und Quellen:   [ + ]

Alex / earthlink

Ich studiere seit einem Jahr Wirtschaftswissenschaften an der Universität Passau. Seit dem Studium und meinem halbjährigen Auslandsaufenthalt in Nepal interessiere ich mich sehr für entwicklungspolitische Themen und bin froh nun für sechs Wochen das Earthlink-Team unterstützen zu können :)

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